Mandelbrot, Fraktale und Selbstähnlichkeiten

(Mathematische) Überlegungen zur quantitativen Bestimmung qualitativer Brüche.

Anschlussmöglichkeiten I:
Benoît Mandelbrot

Fraktale Geometrie

Repetitive Strukturen – Raue Formen – Zwischen 2 und 3 Dimensionen

Selbstähnlichkeit : https://de.wikipedia.org/wiki/Sierpinski-Dreieck

Anschlussmöglichkeiten II:
Dirk Baecker (2015): Erstaunlich robuste Gruppengrößen. In: ders.: Postheroische Führung. Vom Rechnen mit Komplexität. Wiesbaden: Springer Fachmedien.

Anschlussmöglichkeiten III:
Auffällig viel Dreierlei. Mehr als nur Theorieästhetik?

http://www.cardiff.ac.uk/socsi/undergraduate/introsoc/simmel9.html
http://sociological-eye.blogspot.de/2010/06/simmelian-numbers.html
https://en.wikipedia.org/wiki/Simmelian_tie

https://brocku.ca/MeadProject/Simmel/Simmel_1902a.html
Georg Simmel. „The Number of Members as Determining the Sociological Form of the Group: I.“ American Journal of Sociology 8 (1902): 1-46.

Collier and Kraut (2012). Leading the Collective: Social Capital and the Development of Leaders in Core-Periphery Organizations http://arxiv.org/abs/1204.3682

Krackhardt, D. (1999). The ties that torture: Simmelian tie analysis in organizations. Research in the Sociology of Organizations, (16), 183-210. [1]

Krackhardt, D. (2002). Structure, culture and Simmelian ties in entrepreneurial firms. Social Networks, 24(3), 279-290.

Anschlussmöglichkeiten IV:
https://www.youtube.com/watch?v=N4N4Fv5BMOA

Insider. Free Rider. Groupies. Outsider.

Ultra-Gruppierungen: Großgruppe oder Miniorganisation?
Zur schwierigen Unterscheidung zweier Systemtypen auf einer Systemebene.

Problem der Dauer – Intermittierende Systeme und die Paradoxie der Kontinuität

Problem der Zeitgrenze: Mitgliedschaft als Zeitgrenze

Leitfrage: Wie beginnen und enden Gruppen? Geschichtstheoretische Perspektive

https://de.wikipedia.org/wiki/Diskussion:Soziale_Gruppe

Wie beginnen und enden Gruppen?

Es ist ein Problem, dass Gruppen häufig keinen klaren Anfang und kein klares Ende haben. Es beginnt durch regelmäßige Interaktionen immer gleicher Personen. Ab wann kann man die regelmäßigen Interaktionen als Gruppe bezeichnen? —Filosoz (Diskussion) 11:56, 19. Dez. 2016 (CET)

== Es wäre eine empirisch spannende Frage, wie Gruppen bzw. Gruppierungen mit genau diesem Problem des offenen, selbst zu setzenden Anfangs umzugehen versuchen. Wird sowas von Gruppen selbst überhaupt reflektiert und wenn ja, ab wann tritt eine solche Reflexion ein? „Ultra-Gruppierungen“ in Fußballszenen verweisen beispielsweise nicht selten auf irgendwelche Gründungsjahre und Ursprünge, die im Zweifel ziemlich künstlich zusammengeschustert wirken: „Invention of Tradition“ (Eric Hobsbawm) wäre ein mögliches Stichwort für einen geschichtstheoretischen Ansatz. —Historionaut (Diskussion) 20:30, 19. Dez. 2016 (CET)

== Wenn man Interkationen und Gruppen unterscheidet – was kann man dann über Interaktionen in Gruppen sinnvolles sagen? Welche spezifischen Aussagen kann man über Interaktionen in Gruppen treffen? —Filosoz (Diskussion) 11:56, 19. Dez. 2016 (CET)

== Ein Vorschlag wäre: Interaktionen in Gruppen produzieren „Bilder“. Herleitung: Unabhängig davon, wie interaktionsnah sie auch immer gebaut sein mögen – Gruppen verfügen als intermittierende Systeme („transsituative Einheiten“) nicht nur über Körper- und Lautsprache, sondern – so die Überlegung mit Bezug auf Stefan Hirschauer, der nach der medialen und materialen Verbindung sozialer Situationen fragt – auch über die Möglichkeit der Schrift- und Bildsprache, um ihre Kontinuitätsproblematik „besser“ in den Griff zu bekommen. Gruppen hinterlassen also durchaus für Dritte beobachtungsfähige „Artefakte“, die – wie implizit oder explizit, nachhaltig oder flüchtig auch immer – in das Gruppengedächtnis eingehen. Während Organisationen viele ihrer Entscheidungen notwendigerweise „irgendwie“ schriftlich dokumentieren müssen, ist davon auszugehen, dass Gruppen viel seltener auf Schriftlichkeit, dafür aber umso öfter auf Bildlichkeit zurückgreifen. Dabei geht es nicht nur um sprachliche Metaphern, sondern auch um „echte“ Grafiken, die Gruppenmitglieder zu Gruppenmitgliedern verbinden. Das Fotoalbum wäre dann ein empirisches Beispiel für ein Verbindungsmedium, welches einzelne Interkationen und Gruppenmitglieder zusammenhält. An Bilder „erinnert“ man sich gerne zurück. Bilder produzieren und reproduzieren Geschichte(n) der Gruppe (siehe oben: Invention of Tradition(s). —Historionaut (Diskussion) 20:41, 19. Dez. 2016 (CET)

Wie grenzt man Gruppen gegen Organisationen (oder auch gegen Bewegungen) ab?[Quelltext bearbeiten | Abschnitt hinzufügen]

Ein Kurzschluss in der Gruppenliteratur ist, dass formale Organisationseinheiten (Teams) weitgehend mit informalen Organisationseinheiten (Cliquen) gleichgesetzt werden. Kann man – beim Anlegen eines engen Gruppenbegriffs – formale Organisationseinheiten allein aufgrund ihrer Größe zwischen 10 und 25 Mitgliedern als Gruppen bezeichnen? —Filosoz (Diskussion) 11:56, 19. Dez. 2016 (CET)

== Größe ist ein relationaler Begriff: Wie groß ist eigentlich groß? 1.000 im Vergleich zu 100.000 ist ziemlich klein, aber im Verhältnis zu 10 verdammt groß. An die Frage von Grenz- und Schwellenwerten (10-25 Mitglieder) sollte zusätzlich – so mein Vorschlag – noch die Frage der Varietät angeheftet werden, um ausführlicher über Komplexitätsgrade von Organisationen, Gruppen, formalen Teams und informalen Cliquen diskutieren zu können. Beispiel: Sitzen in informalen Cliquen „nur“ Leute aus einer Abteilung… dann ist die ermöglichte Komplexität der Clique geringer, als wenn abteilungsübergreifend Cliquen entstehen. „Seilenschaften“ zeichnen sich beispielsweise darüber aus – so meine Vermutung -, dass nicht nur Klatsch & Trasch aus einer, sondern bereits aus mehreren Abteilungen „kontrolliert“ werden kann. Meine Ideen schweifen etwas ab… Die Größe allein (!) ist nicht hinreichend, um über Gruppen im Unterschied zu organisationalen Teams und Cliquen zu diskutieren. —Historionaut (Diskussion) 06:34, 20. Dez. 2016 (CET)

„Invention of Traditions“ – „Tradition(s) of Inventions“

  1. Mitgliedschaft als Zeitgrenze
  2. Organisation als Zeitmaschine

Gliederungsüberlegung II

Wozu Geschichte?
Zum Sinn gegenwärtiger Vergangenheiten in sozialen Systemen


I. Einleitung: Zwei Bielefelder Schulen unter einem Dach 

  1. Wieso so wenig wechselseitige Resonanz?
  2. Wozu Gesellschaft und wozu Geschichte?
  3. Zur schiefen Selbstreferenz der Geschichtswissenschaft
  4. Wo bleibt die Gemeinschaft in der Luhmann’schen Theorie?

II. Evolutionstheorie und Geschichtstheorie – ein Gegensatz?

  1. „Geschichte und Gesellschaft“ als Zeitstrahl und Seismograph
  2. Problem doppelter Kontingenz – ein Blick auf Zufall, Zeit und Gedächtnis
  3. Sinngeschichte – Systemgeschichte – Weltgeschichte

III. Geschichtswissenschaft und Soziologie als soziale Systeme  

  1. Eine (zu) knappe Einführung in die Theorie sozialer Systeme
  2. Die wissenschaftliche Kommunikation der Gesellschaft
  3. Zu wechselhaften Beziehung zwischen beiden Disziplinen
  4. Public History – Historiologie zwischen Geschichte und Geschichten

IV. Geschichtstheorie – Geschichtsbindung und Geschichtslosigkeit

  1. Geschichte in Interaktionssystemen – undifferenzierte Geltung
  2. Geschichte in Organisationssystemen – ungleichgewichtete Seiten
  3. Geschichte in Funktionssystemen – ???

V. Anfang und Ende als Problem intermittierender Systeme

  1. Intimsysteme und Liebesgedächtnisse
  2. Gruppensysteme und Meinungsgedächtnisse
  3. Bewegungssysteme und Protestgedächtnisse

VI. Schlussbetrachtung: Kein Anfang und Ende der Geschichte


 


Wozu Geschichte?
Zum Sinn gegenwärtiger Vergangenheiten in verschiedenen sozialen Systemtypen auf unterschiedlichen sozialen Systemebenen


Einleitung: Die noch (zu) unterbelichtete Prominenz der Zeitdimension

  1. Problem doppelter Kontingenz – ein Blick auf Zufall, Zeit und Zeitgeschichte

    I. Soziale Systeme – Zur problematischen Unterscheidung von Ebenen und Typen
  2. Zur fehlenden „Gemeinschaft“ in der Luhmann‘schen Systemtheorie
  3. Annäherungsversuche an eine quantitative Bestimmung qualitativer Brüche
    Siehe: Mandelbrot, Fraktale und Selbstähnlichkeiten

    II. Geschichtstheorie – Anfang und Ende als Problem intermittierender Systeme
  4. Sinngeschichte – Systemgeschichte – Weltgeschichte
  5. Intimsysteme, Liebe und Körpersprache – ziemlich einsame Gemeinschaften
  6. Gruppen, Meinung und Bildsprache – meist unsichtbare Gemeinschaften
  7. Organisationen, Entscheidung und Schriftsprache – ganz unnormale Gemeinschaften
  8. Bewegungssysteme und Protest – oft sehr laute Gemeinschaften

    III. Empirische Fälle – Zur Soziologie des intermittierenden Fanatismus 
  9. Ultras – Fanatismus ohne Pause?
  10. Nationalsozialismus – Fanatismus ohne Grenze(n)?
  11. Terrorismus – Fanatismus ohne Regularien?

Schlussbetrachtung: Kein Ende der Geschichte in der „nächsten“ Gesellschaft