Organisationen als Zeitmaschinen – Mitgliedschaften als Zeitgrenzen

Mitgliedschaft wird „normalerweise“ sachlich und/oder sozial „abgebucht“. Dabei spielt die Zeitdimension eine viel größere Rolle – so die Überlegung.

Zeitmaschinen I: Organisationen kehren Zeitverhältnisse um, indem sie Vergangenheit in die Zukunft und Zukunft in die Vergangenheit einführen (vgl. Luhmann, Organisation und Entscheidung).

Zeitmaschinen II: Organisationen „fressen“ gierig die (Lebens-)Zeit ihrer Mitglieder und stehen deshalb in Konkurrenz mit anderen Organisationen um (interaktive) Teilnahme-Zeit ihrer Mitglieder.

Zeitmaschinen III: Organisationen sind auf der Schauseite tendenziell geschichtsfeindlich, auf der Formalseite tendenziell geschichtsarm und auf der Informalseite geschichtsfreundlich.

Literatur:
Luhmann, Organisation und Entscheidung
Luhmann, Reform durch Interaktionssysteme

3 Gedanken zu “Organisationen als Zeitmaschinen – Mitgliedschaften als Zeitgrenzen

  1. Pingback: Auffällig viel Dreierlei. Mehr als nur Theorieästhetik? – Science de l’histoire
  2. Pingback: Gesellschaftspolitik = Zivilgesellschaft? – Science de l’histoire
  3. Pingback: Ultras – Fanatisch ohne Pause? Ein Grenzfall zur Unterscheidung intermittierender Systeme – Science de l’histoire

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s