Geschichtslosigkeit – Flucht & Segen zugleich

Geschichte wird gemacht – aber wie und von wem? Die Ausgangsüberlegung lautet, dass die Herstellung (Genese) und Darstellung (Geltung) von Systemgeschichte je nach Systemtyp und Systemebene deutlich(er) variiert.  Während in Face-to-Face-Interaktionen zwischen Genese und Geltung der Interaktionsgeschichte für die weitere Interaktion noch nicht hinreichend differenziert werden kann und Geschichte hier als (die) Struktur schlechthin wirkt, entlasten bzw. belasten sich beispielsweise Organisationen auf ihrer Formalseite mit der Minimierung eigener Geschichtsabhängigkeit. Es ist nicht (so) wichtig, wie der/die Vorgänger/in mal hieß – Hauptsache, alles geht geregelt seinen „normalen“ Gang in die Zukunft. Die Frage ist, was mit Geschichtslosigkeit gewonnen und was mit Geschichtsunabhängigkeit auf Seiten der Organisation verloren wird.

Anschlüsse:

Luhmann, Organisation und Entscheidung
Kieserling, Interaktionssysteme

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